Das Ulmer Sparschwein

Politiker geben am liebsten Geld aus. Der eine will sich mit einem Großprojekt ein Denkmal setzen, damit sein Name nie in Vergessenheit gerät. Der andere will wieder gewählt werden, und der nächste die Versprechungen erfüllen, für die er von bestimmten Kreisen gewählt worden ist. Erhält beispielsweise ein Sportverein einen Zuschuss für eine neue Halle, so nennt man es "Gerechtigkeit" wenn man dann sicherstellt, dass auch die anderen nicht zu kurz kommen. Darauf achten schon die Vereinsmitglieder, die im Gemeinderat sitzen.

 

Das alles bezahlt letztendlich der Steuerzahler. Und weil das Geld allzu oft nicht reicht, sind immer wieder Steuererhöhungen im Gespräch, oder aber man nimmt Schulden auf. Diese Kredite kosten wiederum Zinsen und engen den Handlungsspielraum weiter ein - auf Kosten zukünftiger Generationen. 

 

Deshalb haben die Ulmer JuLis die Aktion "Ulmer Sparschwein" gestartet. Damit rufen wir die Bürger der Stadt dazu auf, selbst einmal ihre Meinung zu äußern, wo ihr Steuergeld gut angelegt ist und was für Projekte sie für überflüssig halten. Im Internet und bei Infoständen in der Stadt werden diese Vorschläge gesammelt und nachher veröffentlicht. Ziel ist es, ein stärkeres Bewusstsein dafür zu schaffen, dass auch der Staat jeden Euro nur einmal ausgeben kann.

 

Hinweis: Die Aktion ist aus dem Jahr 2010 und hat zwischenzeitlich geendet.