JuLis zwischen Himmel und Hölle

Frank Berger und Lasse Becker
Frank Berger und Lasse Becker

Ulm. Eine coole Location - zumindest dem Namen nach - hatten sich die Jungen Liberalen, die Jugendorganisation der FDP, für ihre Wahlkampfveranstaltung ausgesucht: In die "Heaven & Hell Bar" in der City hatten sie unter dem Motto "Dialog mit der jungen Generation" geladen. Gastgeber war Lasse Becker, Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen, flankiert vom Ulmer FDP-Landtagskandidaten Frank Berger. Die Jungwähler waren schriftlich eingeladen worden, gelockt hatten die Politiker mit einem Freigetränk.

 

Etwa 30 junge Leute kamen, die meisten zwischen 20 und 30 Jahre Alt. Themen des Abends: die Abschaffung der Wehrpflicht, die Pisastudie und der Generationenvertrag. So verteidigte Becker das Konzept des dreigliedrigen Schulsystems, nicht umsonst stünden Baden-Württemberg und Bayern in Sachen Bildung deutschlandweit gut da. Dass die vor allem aufs Thema "Datenschutz" setzende Piratenpartei bei vielen jungen Menschen hoch im Kurs steht, könne er nicht verstehen, sagte Becker: "Die Piraten greifen vor allem unsere Vorschläge auf."

 

Aus dem Publikum kam die Frage, wie die beiden zur Atompolitik stehen. Berger sagte, er sehe Atomenergie als Brückentechnologie. Ob Integrationsprobleme am Kulturkreis festzumachen seien, wollte ein Zuhörer wissen. Dies wiesen die Kandidaten zurück. Das müsse man individuell betrachten. Tenor des Abends: Es sei generell zu begrüßen, wenn Jugendliche sich informieren, unabhängig von der Partei. Die lockere Atmosphäre machte das Ganze glaubwürdig.

 

Quelle (Text): Südwest Presse Ulm (avo), 12.03.2011